noch einmal nach Yeni Köy

Nachdem ich mit dem Fernbus von Bursa nach Çan und einem Dolmuş nach Muratlar gefahren bin, wandere ich zu meinem Bauernhof. Ich muss zunächst kurz meine Erinnerung von ein paar Radfahrern und (wesentlich hilfreicher) einigen Dorfkindern auffrischen lassen, finde dann den Weg aber problemlos.

Bei dem Bauernhof handelt es sich um Yeni Köy, wo ich schon im Dezember zwei Wochen mitgearbeitet hatte. Im Sommer ist dort mehr zu tun, es sind mehr Leute da (unsere fünfköpfige Stamtruppe wächst durch ständiges Kommen und Gehen zwischenzeitlich auf 14 Personen an) und es ist wesentlich wärmer. Die Temperatur führt dazu, dass ein Großteil der Tätigkeiten auf den Abend verschoben werden und die hohe Fluktuation von Gästen und Freiweilligen dazu, dass immer wieder neue Abläufe entstehen und Aufgabenaufteilungen neu ausgehandelt warden müssen.
Zu meinen Aufgaben gehören:
– Gemüse ernten bzw. Unkraut jähten
– Getreibe separieren und einlagern
– Tomatensoße zubereiten
– Bulgur kochen und zum Trocknen ausbreiten
– Brennholz sammeln
– die Tiere zu versorgen
– ein neues Geländer zu bauen
– und natürlich Hilfe beim Kochen, Säubern etc.

Der Besitzer des Baurnhofes ist nur ein paar Tage vor Ort, aber ein langzeitiger Bewohner – den ich noch von meinem letzten Besuch kenne – übernimmt die Organisation. Zu meinere Freude kommt für zwei Tage noch ein weiteres bekanntes Gesicht (eine Freiwillige aus İstanbul) zu Besuch. Aber auch mit den anderen Helfern bzw. Gästen, die z.T. an einem recht esoterichem Kunstprogramm einer Nachbatin teilnehmen, komme ich gut und schnell in Konrakt. Dabei helfen meine Sprachkenntnisse, da alle – von einer Französin abgesehen – Einheimische sind. So verlasse ich nach zwei Wochen den Hof in Richung der Dardanellen, mit einer neuen Sammlung von Telefonnummern und Besuchseinladungen.

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