Mit dem Zug durch Osteuropa

In Craiova finde ich so gut wie keine touristische Ifrastruktur vor, so dass ich mit meinen Reisetaschen auf dem Rücken die Gegend um den Bahnhof erkunden muss. In Ermangelung eines typisch rumänischen Restaurants kehre ich schließlich in einer gewöhnlichen Pizzaria ein und kehre dann zum Bahnhof zurück. Nach dreieinhalb Stunden Wartezeit fahre ich mit dem nächsten Zug nach Simeria (was auch den Namen Eisenmarkt trägt).
Dort komme ich mit einer Stunde Verspätung an. Da mir das leider keiner sagt, bin ich kurz verwirrt und frage mich, ob ich meinen Bahnhof verpasst habe. In Simeria habe ich aber genügend Übergang – und auch der nächste Zug Verspätung – so dass ich entspannt mein Gleis suchen kann (selbst Gleisnummern kann ich nicht finden).
Auf dem letzten Abschnitt bis Budapest werde ich mehrfach von ungarischen Zöllnern geweckt und unterhalte mich auf deutsch mit einem mitreisenden Rumänen. Dieser schien ursprünglich die Hoffnung zu haben etwas Geld von mir zu bekommen, aber gab diese schnell auf und wir teilten unsere Kekse miteinander.

In Budapest beziehe ich ein Hostel, unterhalte mich lange mit dem dortigen Mitarbeiter und einer schottischen Zimmergenossin, erkunde die Stadt sowie die Burg und plane die weitere Reise.

Mit mittlerweile sehr zuverlässigen Zügen und ohne Grenzkontrollen reise ich an den folgenden Tagen zunächst nach Bratislava und dann nach Prag. Dort übernachte ich jeweils einmal und besichtige die Stadt.

Eine gute Woche nach meiner Abreise von Fethiye komme ich schließlich wieder zu Hause an, wo ich herzlich empfangen werde und ein paar Tage verbringe.